Die Bienenkönigin ist das Oberhaupt eines Bienenvolkes. Sie wird ebenfalls Weisel oder auch Stockmutter genannt. Im Vergleich zu Drohne oder Arbeiterbiene ist die Bienenkönigin deutlich größer. Sie kann zwischen 18 und 22 mm lang werden und schlüpft mit einem Gewicht von etwa 200 mg. Ihre Lebensdauer ist ebenfalls höher. Sie kann bis zu 5 Jahre alt werden.

Es gibt pro Bienenvolk eine Königin und sie alleine ist für die Nachkommen zuständig. Sie ist also das einzige geschlechtsreife Weibchen in einem Bienenvolk. Die Paarungszeit beginnt ungefähr ein bis zwei Wochen nach ihrer Geburt. Befruchtet wird die Königin von den Drohnen, den männlichen Honigbienen eines Volkes. 

Die Bienenkönigin fliegt hoch hinaus in den Himmel und wird dort von den Drohnen begattet, diese sterben jedoch direkt nach der Befruchtung. Die Begattung der Bienenkönigin wird Hochzeitsflug genannt. Die Weisel kann bei der Begattung bis zu zehn Millionen Spermien aufnehmen, die für ihr gesamtes Leben ausreichen. Danach fliegt die Bienenkönigin zurück in den Bienenstock und legt ihre Eier ab. In der Hauptzeit kann die Stockmutter bis zu 2.000 Eier am Tag legen, die nach spätestens 21 Tagen schlüpfen.

Neben der Hauptaufgabe, die Nachkommen des Bienenvolkes zu sichern, ist die Bienenkönigin auch dafür zuständig, den Bienenstaat zusammenzuhalten.

Die Königin gibt im Stock einen Duftstoff ab, die die Fruchtbarkeit der Arbeiterbienen hemmt und ebenfalls dafür sorgt, dass das Bienenvolk zusammenbleibt.

Wird dieser Duftstoff nicht mehr von ihr ausgeschüttet, wissen die anderen Bienen, dass sie eine neue Bienenkönigin heranzüchten müssen.