Nach langem und ersehntem Warten ist der Frühling nun endlich da! Und die Bienen sind schon fleißig dabei, Nektar und Pollen in den umliegenden Blumenwiesen, auf Stadtbalkonen oder in den häuslichen Gärten zu sammeln. Doch was passiert eigentlich noch mit den Bienen und im Bienenstock nach einer so langen Winterzeit? Was müssen unsere Imker tun?

Wenn der Frühling bei uns beginnt – dies kann ab März und ab einer Temperatur von 10-12 Grad passieren – verlassen die Bienen nach ihrer langen Winterruhe den Bienenstock. Dieser erste Flug, den die Bienen nach der Winterzeit bestreiten, nennt sich Reinigungsflug. Dabei leeren die Bienen ihre Kotblase, die sie den ganzen Winter über nicht entleert haben. 

Die Bienen finden zu dieser Zeit schon ein großes Blütenangebot vor. So sind sie von Beginn an fleißig und können mit der Pollen- und Nektarsuche beginnen. 

Die Bienenköniginnen werden nun auch von den Drohnen befruchtet, damit das Volk bis zum Sommer heranwachsen kann. Schließlich kann die Bienenkönigin bis zu 2000 Eier am Tag legen.

Wichtig ist in dieser Zeit auch, dass sich die Imker sehr gut um die Bienenstöcke kümmern und nach dem Rechten sehen – die Bienenvölker werden auf Weiselrichtigkeit überprüft. Dies bedeutet, dass die Imker schauen, ob eine Bienenkönigin im Bienenstock vorhanden ist und ob sie auch schon fleißig am Eier legen ist. 

Auch richten sie den Bienensitz neu ein – sie konzentrieren die Brutwaben in der Beute, damit die Bienen genügend Platz für die Frühjahrsentwicklung haben. Bald kann auch die dritte Zarge  oben aufgesetzt werden, der sogenannte Honigraum.  

Nun kann die Bienensaison beginnen!